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"Ich will euch eine Zukunft und

eine Hoffnung geben"
Osterkerze 2010

In wenigen Wochen wird in München der Zweite Ökumenische Kirchentag stattfinden: Wir freuen uns schon drauf und sind in Moosach mit den 6 evangelischen und katholischen Gemeinden (Heilig-Geist, Magdalena, Olympia sowie Frieden Christi, Martin und Mauritius) bereits gut vorbereitet! Der ÖKT steht unter dem Motto "Damit ihr Hoffnung habt!" - dies ist ein Zitat aus dem ersten Petrusbrief.

Unsere Gesellschaft braucht Hoffnung. Viele Zukunftsfragen sind sehr drängend und gute Lösungswege scheinen im Dunkeln zu liegen. Dazu kommen aktuelle Krisen, besonders die belastende Situation nach dem Aufdecken der Missbrauchsfälle. Wir Christen sind überzeugt, dass im Evangelium Spuren gelingenden Lebens enthalten sind, gleichsam Wachstumshormone für ein gutes Zusammenleben der Menschen, Vitamine und Samenkörner für Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität. Das sind alles lebensnotwendige Spurenelemente des Glaubens an einen Gott, der die Menschen liebt und mit uns auf dem Weg ist. Der Gott Immanuel, der "Ich bin für euch da". So versuchen wir seinen Namen zu begreifen, den er uns geoffenbart hat. "Abba" - Vater!

In Anlehnung an das Kirchentagsmotto haben wir uns entschlossen, für dieses Jahr ein Leitwort zu suchen, das daran anknüpft. Der ÖKT wird ja das herausragende Ereignis auch für unsere Pfarrei sein. Wir haben dafür einen hoffnungsfrohen Text aus dem Buch des Propheten Jeremia gewählt (Jer 29,11):

"Denn ich, ich kenne meine Pläne, die ich für euch habe - Spruch des Herrn -, Pläne des Heils und nicht des Unheils; denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben."



Diese Thematik durchzieht die Predigten der Karwoche und an den Osterfeiertagen. Und dieses Thema greift die Osterkerze als sichtbares. Symbol unseres Hoffnungsglaubens in eigener Weise auf.

Die Hoffnung kommt aus dem Kreuz. Es bindet zusammen. In der Vertikale sehen wir die Ausrichtung des Menschen auf Gott und auf den Boden des „In-die-Zeit-qestellt-Seins" (Jahreszahl!): Bodenhaftung und Himmels-streben, umfasst und eingebettet in Alpha und Omega des ewigen Gottes. In der Horizontale bewegen wir uns in geschenkter Mitmenschlichkeit. Wir können Netzwerke der Liebe, der Hoffnung, der Solidarität bilden. Nur das macht es möglich, dass sich Schmerz, Wundmale, Narben der Bosheit und des Scheiterns, in Blüten neuen Lebens wandeln. Durch 2000 Jahre seit dem Christusgeschehen, ja, bereits in den biblischen Vorgeschichten, wächst ein vitaler grüner Strauch von Hoffnungshandeln. Davon erzählen wir! Davon erzählt die Kerze!

Die Thematik der Kerze wird besonders unterstrichen durch die Farben: Gold für den Glaubensgrund des mitgehenden Gottes - Grün für die Hoffnung - Rot für die mitleidende, aber verwandelnde Liebe.

Unsere diesjährige Osterkerze wurde wieder von Barbara Darchinger (bereits zum fünften Mal) aus der Pfarrjugend mit Anna Poell gestaltet. Auf der Rückseite finden wir unter anderem auch das Emblem des Zweiten Ökumenischen Kirchentages in München. Die Kerze ist also ein Wegbegleiter für das zukünftige Zusammenwachsen aller Christinnen und Christen in Moosach! Unsere Kirchen und Pfarrheime, Caritas und Diakonie, die Kindergärten und sogar der Friedhof sind Orte der Hoffnung. Menschen haben Räume und bilden Räume für gelebten Glauben. Sprechen wir ruhig von "Biotopen" für Wege in eine gute Zukunft unserer Gesellschaft, unserer Stadt, unseres geliebten Stadtviertels Moosach. Gott hat Pläne des Heils für uns, mit uns und durch uns! Wir wollen gemeinsam Sorge und Verantwortung tragen für eine gute Zukunft.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und allen Ihren Lieben von Herzen frohe und gesegnete Ostern!

Im Namen unseres ganzen Pfarreiteams

Ihr Pfarrer von St. Martin, München-Moosach
Martin Cambensy

 
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