Evi Weigl, Gemeindereferentin


Abschied von Evi Weigl

Als frisch gebackene Gemeindeassistentin kam sie 2003 in die Pfarrei St. Martin - im gleichen Jahr wie Pfarrer Martin Cambensy - als Gemeindereferentin mit reichlich Erfahrung geht sie jetzt: Evi Weigl nutzte ihre erste Stelle intensiv zur Glaubensverkündigung, und dabei stand die Vorbereitung zur Erstkommunion an wichtiger Stelle. Durch ihren Religionsunterricht an der Jenaer Grundschule legte die sportliche Bayerin die Grundlagen dafür. Insgesamt an die 500 Kinder und 1000 Eltern begleitete Evi Weigl etwa ein halbes Jahr lang mit ihrer berührenden Bildsprache - zusammen mit ihren ehrenamtlichen Gruppenleiterinnen, die sie besonders intensiv betreute. Die jungen Menschen, die weiterhin in der Pfarrei mitwirken, künden von der Nachhaltigkeit der Erstkommunionvorbereitung in St. Martin. Als übergreifendes Projekt der allerersten Gruppenstunden erinnert das Kreuz aus Mosaiksteinen im Pfarrsaal an das Wirken der Powerfrau, als eines der letzten Jahre der neue Kinderkirchenführer mit tollen alten Bildern, passenden Texten und spannenden Aufgaben.

Drei Vorbereitungsgruppen für die Familiengottesdienste bildeten sich ebenfalls von begeisterten Erstkommunionsleiterinnen, wobei Evi Weigl die ausführliche persönliche Auseinandersetzung mit einem Thema anhand einer Bibelstelle besonders förderte. Was der Abschied von Evi Weigl Gottesdienstbesucher dann erlebte an kurzen Theaterstücken, an Dia-, Gesangs- oder Beamer-unterstützten Laienpredigten, ergab sich stimmig aus der Diskussion. Auch das beliebte Weihnachtsspiel entwickelte sich in Evi Weigl's Ära zu einer schauspielerischen Großaktion mit aktuellen Bezügen.

Neben dem proppevollen Wortgottesdienst an Weihnachten predigte die Gemeindereferentin etwa einmal im Monat: "Mir ist dabei wichtig, Menschen von einem Gott zu erzählen, der ihnen nahe steht und der möchte, dass ihr Leben gelingt." Dafür benutzt sie eine Mischung aus vielfältigen Mosaiksteinen in ihren Ansprachen für unterschiedlichste Zuhörer. "Wenn nur ein Baustein davon mitgenommen und eingebaut wird in das eigene Leben, dann bin ich mit meiner Arbeit zufrieden," berichtet das jüngste Mitglied im Seelsorgeteam, das herzlich lachen kann, das aber auch mit Nachdruck seine eigene Meinung vertritt.

Am meisten bereicherten Evi Weigl die unkomplizierten Begegnungen in Moosach sowie die vielen persönlichen Gespräche über Lebensgeschichten. "Inzwischen fühle ich mich
als Moosacherin," bekennt sie. Auch in ihren Trauergesprächen mit erschütterten Hinterbliebenen, mit denen sie das Leben des Toten noch einmal nachvollzog, erlebte sie vieles, was sie berührte und was sie dann einfühlsam in ihre Beerdigungen einbettete. Bei allen ihren seelsorglichen Gesprächen achtet sie bewusst auf die Kunst des richtigen Tons - trotz ihrer natürlichen
Ausstrahlung und ihrem intuitiven Zugang zu Menschen.

Die Pfarrei St. Martin bedankt sich für sieben Jahre lebendiger und persönlicher Glaubensvermittlung.

Eva Speckner

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