Monsignore Martin Cambensy, Pfarrer


Liebe Leserinnen und Leser!


In diesen Tagen ist unser Pfarrsaal wieder zu einer großen Fußball-Arena umgebaut - eine reich dekorierte Public-Viewing-Area. Nun kann man sich fragen, was der Fußball mit einer Pfarrei zu tun hat. Da kann man gleich weiter fragen, was überhaupt eine Pfarrei ist. Angesichts von Krisen und Strukturreformen eine sehr berechtigte Frage!

In der Fachdiskussion begegnen sich 2 unterschiedliche Beobachtungen:

Die einen sehen in der Pfarrei einen Ort des solidarischen Engagements. In der Pfarrei lebt man das Christentum handgreiflich. Es wird nicht nur gebetet, sondern zugepackt. Es ist in der Tat erstaunlich, dass bei uns nicht nur ein paar "Hanseln", sondern tatsächlich Hunderte sich regelmäßig einbringen und engagieren. Sei es in der Liturgie, in den sozial-karitativen Aktivitäten, in der Jugendarbeit, beim Austragen dieses Pfarrbriefes und vieles mehr.

Andere betrachten eine Pfarrei als Ort von gut gemachten Veranstaltungen. Sie erwarten oder erarbeiten selbst immer wieder eine gute "Performance". Gut gestaltete Gottesdienste, Kultur, Konzerte, Feste - all das gehört dazu und ist vielen Mitmenschen wichtig und wertvoll. Gerade junge Menschen brauchen für ihr Leben solche Erfahrungsorte des Auftretens, des Sich-Zeigens und des Erlebens. Der triste Alltag will immer wieder überschritten sein! Und da hat der Fußball auch seinen Platz!

In der Pfarrei kann also auf ganz unterschiedliche Weise das Evangelium gelebt werden. In der Nächstenliebe und in der Personalität unter der Verheißung eines "Lebens in Fülle" (Joh 10,10).

Allen, die in der einen oder in der anderen Art und Weise dazu beitragen, dass unsere Pfarrei ein lebendiger Ort ist, gebührt großer Dank und Anerkennung. Diesen Dank möchte ich heute exemplarisch zwei hauptberufl ichen Personen aussprechen: Evi Weigl, die nach 7 Jahren neue berufliche Herausforderungen sucht, und Brigitte Bücken, die sich aufs Ehrenamt zurückzieht. Beide haben das Pfarreileben mit wertvollen Impulsen und großem Einsatz bereichert!

Besonders großer Dank gehört aber auch den ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen, die es wieder einmal geschafft haben, Moosach als einen gastfreundlichen Ort lebendig werden zu lassen in den ereignisreichen Tagen des Ökumenischen Kirchentages. Ihr habt vielen Gästen, aber auch der Pfarrei zu glanzvollen Stunden und Tagen verholfen. Vergelt´s Gott!

Ihnen allen wünsche ich frohe Sommermonate voller Leben und Zuversicht!

Ihr Pfarrer
Msgr. Martin Cambensy

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