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Liebe Leserinnen und Leser!
In diesen Tagen ist unser Pfarrsaal wieder zu
einer großen Fußball-Arena umgebaut - eine
reich dekorierte Public-Viewing-Area. Nun
kann man sich fragen, was der Fußball mit
einer Pfarrei zu tun hat. Da kann man gleich
weiter fragen, was überhaupt eine Pfarrei ist.
Angesichts von Krisen und Strukturreformen
eine sehr berechtigte Frage!
In der Fachdiskussion begegnen sich 2 unterschiedliche
Beobachtungen:
Die einen sehen in der Pfarrei einen Ort des
solidarischen Engagements. In der Pfarrei
lebt man das Christentum handgreiflich. Es
wird nicht nur gebetet, sondern zugepackt.
Es ist in der Tat erstaunlich, dass bei uns
nicht nur ein paar "Hanseln", sondern tatsächlich
Hunderte sich regelmäßig einbringen
und engagieren. Sei es in der Liturgie,
in den sozial-karitativen Aktivitäten, in der
Jugendarbeit, beim Austragen dieses Pfarrbriefes
und vieles mehr.
Andere betrachten eine Pfarrei als Ort von
gut gemachten Veranstaltungen. Sie erwarten
oder erarbeiten selbst immer wieder eine gute "Performance". Gut gestaltete Gottesdienste,
Kultur, Konzerte, Feste - all das gehört dazu
und ist vielen Mitmenschen wichtig und
wertvoll. Gerade junge Menschen brauchen
für ihr Leben solche Erfahrungsorte des Auftretens,
des Sich-Zeigens und des Erlebens.
Der triste Alltag will immer wieder überschritten
sein! Und da hat der Fußball auch
seinen Platz!
In der Pfarrei kann also auf ganz unterschiedliche
Weise das Evangelium gelebt werden.
In der Nächstenliebe
und in
der Personalität
unter der
Verheißung
eines "Lebens
in Fülle" (Joh
10,10).
Allen, die in
der einen oder
in der anderen
Art und Weise dazu beitragen, dass unsere
Pfarrei ein lebendiger Ort ist, gebührt
großer Dank und Anerkennung. Diesen
Dank möchte ich heute exemplarisch zwei
hauptberufl ichen Personen aussprechen:
Evi Weigl, die nach 7 Jahren neue berufliche
Herausforderungen sucht, und Brigitte
Bücken, die sich aufs Ehrenamt zurückzieht.
Beide haben das Pfarreileben mit
wertvollen Impulsen und großem Einsatz
bereichert!
Besonders großer Dank gehört aber auch den
ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen, die
es wieder einmal geschafft haben, Moosach
als einen gastfreundlichen Ort lebendig werden
zu lassen in den ereignisreichen Tagen
des Ökumenischen Kirchentages. Ihr habt
vielen Gästen, aber auch der Pfarrei zu
glanzvollen Stunden und Tagen verholfen.
Vergelt´s Gott!
Ihnen allen wünsche ich frohe Sommermonate
voller Leben und Zuversicht!
Ihr Pfarrer
Msgr. Martin Cambensy
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