Die Jugendstelle stellt sich vor

In der Jugendstelle Nymphenburg gibt es ein neues Gesicht:

Das KJG-Team

Seit 01. Oktober 2009 verstärkt Frau Tanja Kröninger (rechts, Diplom-Sozialpädagogin) als Jugendpflegerin das Team um Luigi Mastroianni (Bildmitte, Jugendseelsorger) und Karin Hennig (links, Sekretärin).
Wir sind AnsprechpartnerInnen für alle Angelegenheiten der kirchlichen Jugendarbeit im Dekanat Nymphenburg und möchten Anlaufstelle für alle Jugendlichen sein, die sich ehrenamtlich engagieren. Egal ob Fragen zu Veranstaltungen und Fahrten, wie Aufsichtspflicht, Versicherung und Co. oder zur Jugendleitercard, sowie Tipps und Anregungen für Gruppenstunden, Freizeiten und Fahrten können bei uns eingeholt werden.

Update Kirche – was ist das denn?
Rund 800 jugendliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter auch junge Menschen aus unserem Dekanat und der Pfarrei St. Martin, diskutierten auf dem Jugendforum am 14. November 2009 unter dem Motto "Update Kirche" auf dem Freisinger Domberg.
Das Jugendforum ist eine speziell für junge Menschen geschaffene Beteiligungsform am diözesanen Zukunftsprozess "Dem Glauben Zukunft geben", der im vergangenen Jahr von Erzbischof Reinhard Marx ausgerufen wurde, um die Diözese auf die Herausforderungen der Kirche in den kommenden Jahren vorzubereiten.
Darum ist der Dialog zwischen allen Beteiligten auch für Wolfgang Bischof, den Bistumsverantwortlichen für den Zukunftsprozess, sehr wichtig: "Ich sehe die Meinung der Jugendlichen als dritte Säule im Zukunftsprozess der Erzdiözese, neben den so genannten Zeichen der Zeit und den Rückmeldungen aus den Pfarreien."
In 53 Workshops zu unterschiedlichen Themen artikulierten die jungen Menschen gegenüber offiziellen Vertretern des Bistums ihre Ansichten, Forderungen und Visionen einer Kirche der Zukunft.

Erzbischof Dr. Reinhard Marx auf dem Jugendforum

Die Ergebnisse der Workshops wurden nach der Workshopsphase allen Jugendlichen präsentiert und von den Teilnehmern bewertet. Anschließend wurden die am höchsten bewerteten Forderungen im zweistündigen aktiven Plenum, das einen Hauch von professioneller TV-Talkshow mit sich brachte, mit Erzbischof Reinhard Marx diskutiert.
Am höchsten wurde das Thema "Gleichberechtigung in kirchlichen Ämtern" bewertet, bei dem die Jugendlichen forderten, die Wertschätzung von Frauen in der Kirche zu steigern, die Qualifikation als einziges Beurteilungskriterium heranzuziehen, sowie Frauen in priesterlichen Berufen und zur Verkündigung zuzulassen.
Als Zweites wurde von Jugendlichen das Verhältnis der Kirche zum Thema Liebe, Sexualität und Partnerschaft in das Plenum eingebracht, zu dem sie einen offenen Dialog, eine Enttabuisierung des Themas und eine Wertschätzung der aktuellen Lebenswelt Jugendlicher forderten.
Die Wertschätzung ehrenamtlicher Arbeit war für die jugendlichen TeilnehmerInnen das drittwichtigste Thema. Sie forderten ein verpflichtendes Seminar für hauptamtliche Mitarbeiter, um sie im Umgang mit Ehrenamtlichen zu schulen.
Eng verwoben mit diesem Themenkomplex war die Forderung der Jugendlichen, dass Kirche ein Ort sein muss, an den sich Einzelne mit ihren Problemen wenden können und dort auf ein offenes Ohr stoßen. Außerdem soll Kirche nicht ihre Augen verschließen vor Gewalt, Mobbing und Ausgrenzung.
Als letztes Thema wurde, auch im Hinblick auf den Ökumenischen Kirchentag im nächsten Jahr, interreligiöser Dialog und die Ökumene erörtert. Als Forderung artikulierten die Jugendlichen den Wunsch, dass die katholische Kirche einen aktiven Schritt auf andere Religionsgemeinschaften zugeht und gleichzeitig die Menschen unterstützt, den eigenen Glauben besser kennen zu lernen. Als letzten Punkt sprachen die Jugendlichen den Wunsch nach gemeinsamen Abendmahlfeiern mit evangelischen Christen aus.

Ein Erlebnis ist der Gottesdienst im Mariendom

Erzbischof Reinhard Marx verfolgte die Forderungen und Wünsche der Jugendlichen aufmerksam. Insgesamt wertete er das Jugendforum als großen Erfolg. Die 17 Vertreter aus Ordinariatsrat und anderen verantwortlichen Stellen zeigten sich angetan von den motivierten und kritischen Jugendlichen "Wenn wir diesen Dialog, der heute geführt wurde, weiterführen, dann bin ich zuversichtlich, was die Zukunft der Kirche anbelangt", so Erzbischof Reinhard Marx. In einem Jahr werde man sich noch einmal treffen, um den Fortgang der Forderungen zu überprüfen. Ihm sei es wichtig, dass die Ergebnisse jedes einzelnen Workshops festgehalten und weiterbearbeitet werden.
Das Jugendforum fand im Rahmen der jährlich stattfindenden Jugendkorbinianswallfahrt statt und wurde vom Bund der Katholischen Jugend (BDKJ) und dem Erzbischöflichen Jugendamt veranstaltet.

Jugendkorbinianswallfahrt
Am Sonntag, den 15 November 2009 fand wieder die traditionelle Jugendkorbinianswallfahrt statt, zu der dieses Jahr rund 6.000 Jugendliche und junge Erwachsene auf den Freisinger Domberg kamen.
Zahlreiche Wallfahrergruppen pilgerten zu Fuß aus allen Teilen der Erzdiözese mit Rucksack und Isomatte auf den Domberg. Im Eröffnungsgottesdienst versicherte der Erzbischof der Erzdiözese München und Freising, Reinhard Marx, den Jugendlichen, ihre Forderungen und Wünsche im gestrigen Jugendforum aufmerksam aufgenommen zu haben. "Wir können nicht immer einer Meinung sein, aber wir sind tief durch Jesus Christus miteinander verbunden". Das Motto des Jugendforums und der Jugendkorbinianswallfahrt "Update Kirche" bedeute, sich auf den Weg zu machen und zum "Heutigwerden der Kirche" beizutragen. "Auch ich als Bischof bin immer wieder aufgerufen, um den richtigen Weg zu ringen", so Marx. Im Anschluss an den Gottesdienst standen Aktionen, Diskussionsrunden und Mitmachaktionen auf dem Programm.
Wir, die Jugendstelle Nymphenburg mit unseren BDKJ-Verbänden, der KJG Nymphenburg und JUNY, nehmen die formulierten Themen aus dem Jugendforum mit in unsere Arbeit auf und wollen sie umsetzen.

Tanja Kröninger, Jugendpflegerin
Luigi Mastroianni, Jugendseelsorger

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