Spiel/Zeichengottesdienst


Vor etwa zehn Jahren überlegten sich Martin Binsack und Monika Mehringer, beide Gemeindereferenten, eine Form des Gottesdienstes für Kleinkinder. Kindgerecht sollte er sein, ohne viele und schwierige Worte. Ein Gottesdienst für alle Sinne: Zum Fühlen und Schmecken, zum Hören und Sehen, zum Greifen und Riechen. Ein Gottesdienst, in dem nicht alles vorgefertigt präsentiert wird, sondern in dem die Kinder mitmachen und so selbst Glauben entwickeln.

Mit Symbolen spielen
Kinder begreifen im Spiel: Sie bauen zum Beispiel eine Höhle aus Kartons. Sie setzen sich hinein und sie erleben die Enge und den Schutz. Die Höhle wird zum Zeichen für Geborgenheit. Die Kleinen spielen also mit Zeichen. Im Symbol bezeichnen und begreifen sie die Welt.
"Was macht nun ein Zeichen aus?" befragten Martin Binsack und Monika Mehringer erst einmal den Regensburger Theologieprofessor Schlemmer. "Ein Zeichen trägt immer eine Vielzahl von Bedeutungen. Es spricht uns an auf mehreren Ebenen: Auf der äußeren, der sinnlichen über die abstrakten bis hin zu tiefen Schichten. Wichtige Zeichen sind immer Symbole des Lebens und damit unseres Glaubens. Wasser ist so ein Symbol," antwortete er ihnen.

Ein Gottesdienst wird "gelegt"


Aus diesen Überlegungen entwickelten die beiden den Zeichengottesdienst für die Kinder im Kindergartenalter: Ein Zeichen wird in dessen Mitte gestellt. Von den Religionspädagogen Kaufmann und Kett holten sich die Gemeindereferenten weitere Anregungen, die Bedeutung eines Zeichens für Kinder zu entfalten und erfahrbar zu machen.

Intensive Gottesdienste
Seitdem werden vierzehntägig, zusammen mit engagierten Müttern und Vätern, halbstündige Gottesdienste entwickelt und mit etwa 50 Teilnehmern gefeiert, mit den unterschiedlichsten Materialien, zu den unterschiedlichsten Zeichen und Geschichten. Aber immer mit viel Spaß und zum Mitmachen für die Kinder und die Eltern. Ganz intensiv an Ostern: Nach der Passion und der Kreuzigung erleben die Knirpse die Auferstehung am Abend vor dem Ostersonntag - auf ihre Weise.

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