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Firmung - Entscheidung, Stärkung

Organisation: Sabine Spangler S.Spangler@Pfarrei-Postfach,
Christian Vidovic C.Vidovic@Pfarrei-Postfach

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Firmung im Pfarrverband

55 Jugendliche aus unseren drei Pfarreien wurden am Samstag, 21.07.18, in der Pfarrkirche St. Martin mit dem Sakrament der Firmung gestärkt. Dazu durften wir noch Gastgeber für junge Menschen aus Allach und Untermenzing sein, bei denen der Firmtermin mit einer Schulfahrt kollidierte.
Seit März waren wir in monatlichen Treffen gemeinsam unterwegs, um uns auf das Fest vorzubereiten und uns dazu mit dem eigenen Leben und Glauben zu beschäftigen. Zum zweiten Mal gab es einen Gottesdienst zusammen mit den evangelischen Konfirmandinnen und Konfirmanden in der Olympiakirche.


Jeder Firmling bekommt durch Handauflegung
den Hl. Geist zugesprochen


Ein Dekanatsfirmevent in der Jugendkirche in Haidhausen ließ den einen oder die andere auf einen Schulkameraden stoßen, der sich in einer anderen Pfarrei auf die Firmung vorbereitete, und gab Gelegenheit, mit dem Firmspender Prälat Erich Pfanzelt in Kontakt zu kommen. Ein Highlight war sicher auch das Wochenende im Aktionszentrum Benediktbeuren, bei dem es um Christ‐sein heute ging und bei dem die Gemeinschaft unter den diesjährigen Firmlingen noch einmal gut zusammenwuchs. Viele waren auch von der Führung in der Klosterkirche sehr beeindruckt.
Abschließend bleibt es uns, allen viele geisterfüllte Momente und Gottes Stärkung für ihr Leben zu wünschen.

Christian Vidović, Pastoralreferent
Sabine Spangler, Gemeindereferentin


Prälat Pfanzelt leitet die Firmung

Das Sakrament der Firmung
Jedes Jahr im Sommer wird abwechselnd in St. Martin und St. Mauritius das Sakrament der Firmung etwa 50 – 60 heranwachsenden Mädchen und Burschen gespendet. Ein großes Fest: Es kommt ein Bischof oder ein von ihm beauftragter Abt oder Prälat, er bittet um das Herabkommen des Heiligen Geistes, legt den jungen Menschen die Hand auf und salbt sie mit Chrisam, dem heiligen Öl.
Taufe, Erstkommunion und Firmung sind die Initiationssakramente zur Einführung in den christlichen Glauben.
Taufe und Firmung werden, wie die Weihe, nur einmal empfangen und sind nicht wieder rückgängig zu machen, sie prägen dem Gläubigen quasi ein unauslöschbares Merkmal ein.
Schon die ersten christlichen Gemeinden kennen die Firmung. Die Erzählung im 8. Kapitel der Apostelgeschichte gilt als die biblische Begründung der Firmung. Darin heißt es, dass viele Menschen in Samarien das Wort Gottes angenommen hatten und sich taufen ließen, aber der Geist noch nicht auf sie herabgekommen war. Erst durch Gebet und Handauflegung durch die Apostel empfingen sie auch den Geist Gottes.

Durch die Taufe gehören wir zum Volk Gottes, durch den Empfang des Heiligen Geistes in der Firmung bekommen wir die Kraft, Gottes Zeugen zu sein. Im Lauf der Jahrhunderte hat sich herausgebildet, dass die Firmung zu Beginn oder am Ende der Geschlechtsreife gespendet wird. Damit wird der Charakter eines Sakraments der Mündigkeit verdeutlicht.

Firmlinge bringen ihre Kerzen zum Altar

Die Firmung hat mehrere Dimensionen, sie hat eine Vielfalt von Bedeutungen.

  • Entscheidung
    Heute wird das Sakrament der Firmung an der Schwelle zum Erwachsenwerden gespendet. Der junge Mensch hat einen Grad der Reife erreicht, er kann sich nun selbst entscheiden. Waren es bei der Taufe die Eltern, die für ihn entschieden haben, so ist er jetzt selbst gefragt, ob er als Christ leben will, seinen Lebensweg im Glauben gehen will, aus dem Glauben heraus sein Leben gestalten will.
  • Stärkung
    In der Lebensphase der Pubertät, an der Schwelle zum Erwachsenwerden erfahren wir Menschen einen großen Umbruch. Die Sicherheit des Kindseins ist nicht mehr da, die eigene Verantwortung wird immer größer, der Körper reift, die Ablösung aus der Geborgenheit des Elternhauses wird immer deutlicher. Der junge Mensch muss sich orientieren; bei der Vielzahl an Angeboten ist das heute sicher schwerer als vor fünfzig Jahren. In dieser Umbruchszeit will die Firmung zeigen, dass Gott da ist, dass er Kraft zu Entscheidungen gibt, dass er ein Begleiter jedes einzelnen auf dem Lebensweg ist.
  • Besiegelung
    Ein Siegel macht z.B. ein Dokument gültig, gibt ihm Wert und Gewicht. "Ich gebe Dir Brief und Siegel!" sagt man, um die Glaubwürdigkeit einer Sache zu unterstreichen.
    Wir Christen werden in der Firmung mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist, besiegelt. Wir haben den Stempel: Christ, Gesalbter Gottes, Angehöriger des Volkes Gottes, erlöst zum ewigen Leben, Nachfolger Jesu, Sendbote der Frohen Botschaft.
Prälat Pfanzelt bei seiner Firmpredigt

Ein Sakrament wird deutlich in den dazugehörenden Zeichen. Die Spendung der Firmung geschieht nach dem Gebet um das Herabkommen des Heiligen Geistes durch

  • Aufstehen, Vortreten und Nennen des Namens: der junge Mensch macht es öffentlich, dass er den Empfang des Sakraments wünscht.
  • Handauflegung des Bischofs: Gott hält seine liebende Hand über uns, er beschützt uns, er gibt uns Kraft und Geborgenheit.
  • Salbung mit Chrisam: durch die Salbung erhalten wir eine königliche Würde, wir sind einmalig, wertvoll, wir werden heil, wir duften.
  • Kreuzzeichen: wir gehören zum auferstandenen Jesus, er hat uns das Leben geschenkt.
  • Die Antwort "Amen": ja, so soll es sein.
  • Der Firmspender sagt dem Gefirmten den Frieden zu: Der Friede sei mit dir! Dieser Frieden soll weitergehen und ausstrahlen auf alle, denen der Neugefirmte begegnet.

Jesus Christus selbst versprach seinen Jüngerinnen und Jüngern, dass er ihnen den Beistand, den Heiligen Geist sende. An Pfingsten feiern wir jedes Jahr die Erfüllung dieses Versprechens. Das Geschenk Jesu ist der Geist Gottes in der Welt. In der Firmung feiern wir die Weitergabe des Geistes Gottes an die jungen Menschen. Es ist an uns Christen, diesen Geist wirksam werden zu lassen und ihn sichtbar zu machen. Er selbst gibt uns die Kraft dazu.


Durch Handauflegung spendet Prälat Pfanzelt das Sakrament der Firmung

Kerzen als Symbol des Hl. Geistes
 
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