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Münchner Tafel
Nachbarschaftshilfe, die ankommt!
Die Münchner Tafel versorgt seit 1994 Bedürftige mit Lebensmitteln

Eine Idee aus Amerika schreibt Erfolgsgeschichte in München: Lebensmittel für bedürftige Menschen, die durch gestiegene Lebenshaltungskosten, teure Mieten und ihre Lebenssituation nicht mehr die elementarsten Dinge kaufen können. Der mildtätige Verein Münchner Tafel e.V. versorgt Woche für Woche rund 18.000 Menschen mit 100 Tonnen Lebensmitteln. Frisches Gemüse, Obst, Molkereiprodukte, Brot, Babynahrung und vieles mehr werden von Sponsoren täglich gespendet, von ehrenamtlichen Helfern gesammelt und an Bedürftige verteilt. In seiner siebzehnjährigen Geschichte hat der Verein in der bayerischen Landeshauptstadt ein dichtes Netzwerk schneller und unbürokratischer Hilfe geschaffen.

Tag für Tag treffen sich Dutzende von Helfern, um die Spenden von Handel und Herstellern aus und um München und des Großmarktes einzusammeln. Damit das logistische Kunststück gelingt und die Lebensmittel möglichst frisch 85 soziale Einrichtungen erreichen, stehen dem Verein 16 Lieferfahrzeuge und viele private Pkw zur Verfügung. "Derzeit bemerken wir einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage an unseren Ausgabestellen" beschreibt die Mitgründerin und Vorsitzende der Münchner Tafel e.V. Hannelore Kiethe die Situation. "Viele Menschen spüren die wirtschaftliche Not angesichts gestiegener Preise bei Nahrungsmitteln besonders. Hier helfen wir. Unsere persönliche Zuwendung macht Mut für die Bewältigung des schweren Alltags." Der Verein ist auf Fördermitglieder angewiesen, die regelmäßig die laufenden Ausgaben wie Diesel, Fahrzeugversicherungen und den Zukauf von fehlenden Lebensmitteln unterstützen. Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünfte, Klöster, Schulen, Frauenhäuser und andere soziale Einrichtungen werden regelmäßig beliefert, um die Ernährung Bedürftiger sicherzustellen. Peter Poertzel, Vorstandsmitglied der Münchner Tafel erläutert: "Mit unseren 24 Verteilstellen im ganzen Stadtgebiet erreichen wir die versteckte Armut in München. Kranken, alten, sozial überforderten und von Schicksalsschlägen aus der Bahn gebrachten Menschen, kinderreichen Familien und Alleinerziehenden können wir dank unserer Sponsoren ein Stück Zuversicht schenken und damit Hilfe zur Selbsthilfe leisten." Wöchentlich Lebensmittel erhält, wer zuvor die strengen Kriterien der Bedürftigkeit nachwies und seinen persönlichen Tafel-Berechtigungsschein vorlegt.

Seit März 1999 haben wir auch in Moosach eine Ausgabestelle, an der wöchentlich rund 200 Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt werden.
Um Lebensmittel zu bekommen, benötigen Sie einen Berechtigungsschein. Diesen erhalten Sie, wenn Sie wenig Einkommen (z.B. Grundsicherung, Arbeitslosengeld II, niedrige Rente) haben, oder sich in einer Notlage befinden, beim Caritas-Zentrum der Pfarrei.

Diese Hilfe kann nur durch Spenden geleistet werden, bitte helfen auch Sie: HypoVereinsbank München, Konto 6850 19 33 10, BLZ 700 202 70
Kontakt: www.muenchner-tafel.de oder info@muenchner-tafel.de
Sie haben bei uns die Möglichkeit, als Spender "Ritter der Münchner Tafel" zu werden.


Verteilung vor dem Pfarrzentrum

Familie Schmid erhielt 2004 die renommierte Pater-Rupert-Mayer-Medaille für ihr Engagement in Moosach: Pfarrer Martin Cambensy von St. Martin, Christine und Walter Schmid von der Münchner Tafel und Laudator Hans Lindenberger (v.l.n.r.)

Daten und Fakten zur Münchner Tafel

1994 Gründung als eine der ersten Tafeln in Deutschland.

85 wöchentlich versorgte soziale Einrichtungen in München: Dazu zählen u.a. Obdachlosenküchen und –unterkünfte, Klöster, Frauenhäuser und Teestuben, Mutter- und Kindhäuser, Einrichtungen für Aids- und Drogenkranke, Streetworker zur Unterstützung der Arbeit auf der Straße, staatliche und städtische Gemeinschaftsunterkünfte und Lieferungen an 10 Schulen für Schulmahlzeiten hungriger Schüler.

18.000 versorgte Bedürftige pro Woche: Ältere Menschen, Unterversorgte, versteckte Arme, entwurzelte Menschen, Flüchtlinge, Menschen nach schweren Schicksalsschlägen, Obdachlose, sozial überforderte Menschen, kinderreiche Familien, Alleinerziehende, Arbeitslose, Kranke, Rentner, Asylbewerber, Alkoholiker und andere Drogenabhängige.

24 Verteilstellen im Stadtgebiet zur Ausgabe von Lebensmitteln an Bedürftige.
100 t ausgegebene Lebensmittel pro Woche, die qualitativ einwandfrei sind, aber im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden (zum Beispiel aus Überproduktionen und mit beschädigten Umverpackungen etc.).

16 Lieferfahrzeuge (davon 6 Kühltransporter) und viele private Pkw zum Einsammeln und Verteilen der gespendeten Lebensmittel.
400 Ehrenamtlich Tätige
120 Firmensponsoren

    
 
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